Urlaub, aber agil …!

Agil zu werden ist gleichsam eine immer weiter führende Reise. Und da ich gerade aus einem wundervollen Urlaub aus Norwegen zurückgekehrt bin, habe ich mir die Frage gestellt: Kann man auch agil verreisen?

Aber fangen wir von vorne an: Agiles Arbeiten beruht auf Werten und Prinzipien. Neben den bekannten Scrum Werten (Commitment, Fokus, Offenheit, Respekt, Mut) gibt es noch eine Vielzahl weiterer agiler Werte. Und wenn man mal drüber nachdenkt, dann legt man auch im Urlaub auf bestimmte Dinge Wert: manch einer mag es, wenn sich an seiner Lebensweise am Zielort nicht all zuviel verändert und schätzt ein Wiener Schnitzel auf Mallorca mehr, als mit Menschen in Ostafrika ins Gespräch zu kommen, was vielleicht für jemand anderes das Höchste im Urlaub ist.

Wir hatten einen Urlaub in Norwegen geplant; und was sind nun meine Urlaubswerte?

Persönliche Erfahrungen und Entwicklungen machen, Neugier auf Menschen und stetiges Lernen sind Lebensmaxime, die auch für meinen Urlaub gelten sollen.

Erfahrungen:

  • Prinzipiell möchte ich Dinge tun, die mich körperlich und geistig herausfordern.
  • Ich möchte mich mit der Natur, den Städten und den Menschen auseinander setzen.
  • Ich möchte neues Sehen und Lernen, was ich noch nicht weiß.
  • Ich wechsle regelmäßig den Ort, um so viel wie möglich mitzubekommen.

Entwicklungen:

  • Ich beschäftige mich damit, wie das bereiste Land Probleme angeht und vielleicht löst.
  • Ich ziehe lokale Produkte den international bekannten vor.

Neugier auf Menschen

  • Ich spreche die Menschen, denen ich begegne an und versuche etwas über sie zu erfahren

stetiges Lernen

  • Ich besuche Bildungsangebote, Museen, Ausstellungen usw.
  • in kurzen regelmäßigen Abständen wird überprüft, ob der Urlaub immer noch den gewünschten Effekt hat

Vermutlich sind die hier abgeleiteten Prinzipien nicht vollständig und sie können auch mehreren Werten zugeordnet werden, aber ich denke, sie reichen zur Veranschaulichung aus.

Das Framework

Jeden Tag wird am Abend ein Review der erlebten Dinge gemacht. Dabei unterhalten wir uns darüber, ob wir die wichtigen Dinge am Ort gesehen, erlebt und erfahren haben und entscheiden, ob noch etwas als „to visit“ aufgenommen werden muss.

Wir planen die neuen Aktionen und Sehenswürdigkeiten für den nächsten Zeitabschnitt.

Am Ende einer Aktion oder Sehenswürdigkeit überprüfen wir, ob es sich gelohnt hat und ob wir in der nächsten Zeit etwas anders machen sollten.

Und? Haben wir uns daran gehalten? Nein, natürlich nicht! Aber das Prinzip haben wir, ohne es explizit geplant zu haben, durchgehalten.

Beispiele, gefällig?

     

 

 

 

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